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Versprechen oder Versprecher?

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Mein kleines Tagebuch im Wahljahr (5)

Während derzeit die Verwandtenbeschäftigungs-Affäre in Bayern die Schlagzeilen beherrscht, nur bei uns vor Ort mal wieder nicht, obwohl es gerade hier interessant wäre, kommt ein CSU-MdL im Steigerwald mit einer Aussage daher, die wir schon vor Jahren gerne gehört hätten und bei der wir ihn beim Wort nehmen wollen. Geht die Diskussion um einen Nationalpark in eine neue Runde? Es wäre zu wünschen! Gefeiert haben wir auf jedem Fall schon einmal, allerdings den Wahlkampfauftakt…

Das ist dann doch eine ziemlich interessante Ballung: Von den siebzehn CSU-Landtagsabgeordneten, die bis zuletzt Verwandte ersten Grades beschäftigt hatten, kommen vier aus Oberfranken, darunter auch der Stimmkreisabgeordnete für Bamberg-Land. Dieser hatte im März 2013 seiner Frau noch rasch die Kündigung ausgesprochen, vorher jedoch eine Übergangsregelung satte dreizehn Jahre weidlich ausgenutzt. Um dies überhaupt zu erfahren, muss man schon die überregionale Presse lesen, die lokale berichtet nicht, wäre doch hier der stets geforderte Regionalbezug aufs Trefflichste gegeben. Das zeigt auch, dass wir es im anstehenden Wahlkampf nicht leicht haben werden.

Nummer 5 der CSU-Familienförderer aus der Region ist der Donnersdorfer MdL und Innnenstaatssekretär Eck, eigenem Selbstverständnis zufolge die Speerspitze der Nationalparkgegner im Landtag, stets der Stammtischhoheit näher als einer guten Entwicklung der Region. Als vehementer Gegner eines Nationalparks gilt auch MdL Hühnerkopf (schon wieder CSU und schon wieder Franken), der seit 2008 in Sachen Machbarkeitsstudie immer wieder behauptet er brauche keinen Plan für ein Haus, das er nicht bauen wolle. Eine Position, die er zu Beginn einer von BR-Moderator Rudolf Erhard erstklassig geleiteten Podiumsdiskussion Anfang Mai in Ebrach wiederholte. Und dann kam da der Satz, der Eck und Konsorten vermutlich im Dreieck springen ließ: Gegen Ende der Runde entfuhr Hühnerkopf doch tatsächlich die Zusage, dass er bereit sei, über den Entwurf einer Nationalparksverordnung, wie ihn der BN kürzlich vorgelegt hatte, zu reden. Ob es ein Versehen war? Versprecher oder Versprechen? Wir werden ihn jedenfalls daran erinnern…

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion fühlte ich mich sehr geehrt, zu einem Ehrungsabend für Dr. Georg Sperber anlässlich dessen 80. Geburtstag eingeladen gewesen zu sein. Es war eine würdige Feierstunde für einen Mann, der mich seit Jahren sehr beeindruckt. Und so war vor allen Dingen seine eigene Rede bei seiner Ehrung ein beeindruckendes Zeugnis eines nicht minder beeindruckenden Lebenswerkes. Es war eine Freunde, an diesem Abend dabei gewesen sein zu dürfen!

Halt gemacht in Bamberg hat Ulrike Gotes Grüne Bildungstour. Einen Nachmittag lang haben wir auf dem Maxplatz das Gespräch gesucht und Informationsbroschüren für ein besseres Schulkonzept verteilt.

Warmgefeiert haben wir uns schließlich für den anstehenden langen Wahlkampf. Am Luitpoldeck hatten wir einen leer stehenden Laden gemietet, bestens geschmückt und mit Getränken und einem wunderbaren Buffet des tollen Projektes „Mode macht Mut“ bestückt. Äußerst unterhaltsam und humorvoll moderiert von Harald Rink durften unsere Kandidatinnen und Kanditaten ihre Anliegen und Inhalte in Reden vortragen, die immer wieder durch improvisierte Einlagen unterbrochen wurden. Das war nicht einfach, hat aber richtig Spaß gemacht. Überhaupt eine gelungene Wahlkampfauftaktveranstaltung, die wir da auf die Beine gestellt haben. Jetzt geht es voller Elan in die nächsten fünf Monate, denn zum ersten Mal besteht tatsächlich die Chance, jemanden aus Bamberg für die Grünen in den Landtag zu bringen. Diese Chance wollen wir uns nicht entgehen lassen. Dafür werden wir alles tun, versprochen!

Fotos: Klaus Fischer (2), Andreas Lösche, Jakob Stößlein

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