www.andreas-loesche.com

Hier spricht Ihr Heimatminister

| 0 comments

Es lässt mich einfach nicht mehr los: So, so, ein Heimatministerium soll also her. Freilich ein netter Gag im Wahlkampf, trotzdem, jetzt mache ich hier mal einen auf Heimatminister. Das darf zwar ein Grüner eigentlich nicht, schließlich hat die CSU den Begriff ja wohl höchstpersönlich erschaffen, genau wie die Berge, den Tegernsee, die Klöße respektive Knödel und die Weißwurst samt Weißbier a.k.a. Weizen und die Lederhose und den Laptop gleich hinterher. Aber was schert es mich. Es spricht der Heimatminister. Hier die ersten Schlagzeilen aus Franken:

Heimatministerium bringt Staatsforsten zur Vernunft: Kahlschlag im Spessart mit sofortiger Wirkung gestoppt.

Ausbau der B 303 zur Fichtelgebirgsautobahn nun endgültig aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen. Heimatminister (Grüne) setzt sich durch.

Heimatminister kündigt an: „Wir machen das jetzt mit dem Nationalpark. Zum Wohle der Menschen und der Natur im Steigerwald.“

In Unterfranken keimt Hoffnung: Heimatministerium will die vorzeitige Stilllegung des AKW Grafenrheinfeld erreichen. Grün-Rote Bundesregierung unterstützt die Pläne.

Heimat für alle ermöglichen: Seit heute ist die Residenzpflicht für Asylsuchende in Bayern Geschichte.

Heimatminister: „Sechsjährige Grundschule ist ein Erfolgsmodell.“ Vor allem im ländlichen Raum konnten viele Schulen erhalten werden.

Oberfranken Vorreiter bei der Energiewende. Besonders bei der Windenergie verdienen Bürger und Kommunen bestens mit.

Heimatminister im Interview: „Nordanbindung des Flughafens Nürnberg ist vom Tisch.“

„Kein Fuß breit den Rechtsextremen“, sagt der Heimatminister und kündigt einen Bildungsfond und Demokratieunterricht für alle Schulformen an.

Aufbruchstimmung im Steigerwald: Zwei Jahre nach Einführung will niemand den Nationalpark wieder hergeben.

Heimatministerium legt aktuelle Zahlen vor: Erstmals seit Jahren nimmt die Bevölkerung in Oberfranken wieder zu: Energiewende erweist sich als Jobmotor.

Wären das nicht schöne Schlagzeilen? Ach, ich habe da etwas falsch verstanden? Das Heimatministerium soll mehr öffentliche Aufgaben „von oben nach unten verlagern“? So wie bei der Mittelschule den Kommunen die Kosten aufs Auge drücken? Das Konnexitätsprinzip (wer anschafft, zahlt auch) gleichsam aushebeln helfen?

Dann danke ich recht schön und verzichte auf den Job. Mir schwebt da in Sachen Heimat etwas anderes vor…

Leave a Reply

Required fields are marked *.

*