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Schnapsidee Landkreisbier

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Wenn sich ein Landrat nicht für Politik interessiert…

Wen interessieren schon Themen wie die Verbesserung des ÖPNV, die Wiederbelebung der völlig zum Stillstand gekommenen Energiewende im Landkreis Bamberg, die dringend notwendige Aufklärung der Affäre rund um eine geplante Notunterkunft für Flüchtlinge in Walsdorf oder gar ein Eintreten für den Steigerwald? Den Herrn Landrat jedenfalls nicht, der setzt andere Prioritäten: „Mir fehlt noch ein Landkreisbier“ zitiert das Lokalblatt, da scheinen Hopfen und Malz verloren…

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In der Tat dauert es schon mal locker ein halbes Jahr, bis etwa unser Antrag zum Sachstand der Regionalwerke im Kreistag beantwortet wird. 40 Hektoliter Präsent-Bier braut der Landrat in der Hälfte dieser Zeit. Das gibt eine zünftige Gaudi, wenn der Herr Landrat mal wieder hohen Besuch hat! Und damit es auch richtig reinknallt, wird’s ein sattes Märzen mit ordentlich Stammwürze.

Es konnte gar nicht schnell genug gehen mit diesem Landkreisbier, da muss die eigentliche Arbeit schon mal ruhen. Komplette Ruhe und absolute Funkstille zum Beispiel zu all den Gerüchten, die da seit drei Wochen die Runde machen und nach welchen Landrat und Verwaltung scheinbar mit fragwürdigen Gesellen dealen, wenn es um das dicke Geschäft mit der Unterbringung von Flüchtlingen geht. Kein Pieps aus dem Landratsamt, während der halbe Landkreis munkelt, es haderthauere ein wenig im Amt. Keine einzige Frage wird geklärt, insgesamt ein katastrophales Krisenmanagement. Passend dazu die gähnende Leere auf der Tagesordnung der anstehenden Kreistagssitzung.

Dann schon lieber Landkreisbier, ist ja auch viel wichtiger. Dabei muss man sich schon fragen, ob die Produktion von alkoholischen Getränken tatsächlich zu den Aufgaben einer kommunalen Behörde gehört. Ich meine nein. Insgesamt ist dieses Landkreisbier ein passendes Spiegelbild des politischen Pegelstandes, der hier mittlerweile erreicht wurde: Stammtischniveau. Na, dann Prost!

 

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